Software der NI Maschine Testbericht

Maschine lässt sich sowohl als Plugin (VST, AU, RTAS) in nahezu allen bekannten Host-Sequenzern, als auch im Stand-Alone-Modus nutzen. Praktisch ist, dass Maschine Total Recall unterstützt, unbegrenztes Undo/Redo und mehrere Instanzen im Host-Sequenzer mit einem Controller gesteuert werden können. Es kann der interne Sequencer umgangen werden um externe Effekte und Sampler aus dem Host-Sequencer zu nutzen.

MIDI Out mit Sequenzen

Maschine zeigt sich kommunikativ: Ist es doch möglich per MIDI Out mit Sequenzen aus Maschine externe MIDI-Hardware und Software anzusteuern. Die Software bietet 16 Mono-Ausgänge, die in acht Stereo-Ausgängen zusammengefasst sind. Somit lassen sich recht einfach Multitrackaufnahmen im Host-Sequencer durchführen.

Die vollständige Liste an (neuen) Funktionen von Maschine ist lang, sehr lang. Wir können im Rahmen dieses Reviews der Übersichtlichkeit halber nur auf die wichtigsten eingehen. Native Instruments hat auf seiner Seite sehr gut alle Funktionen von Maschine dokumentiert.

Features Klassischer Drum MaschinesMit Maschine 1.5 lassen sich neuerdings MPC-Programme (Bänke) importieren um sie in die vollständig digitale Welt der Beats zu übernehmen. Hinzu kommt, dass ich gleich passend dazu einen von zwei MPC Vintage-Modes in Maschine auswählen kann. Sie emulieren den klassischen Vintage-Sound z.B. einer MPC-60 oder E-mu SP1200 inklusive Filter. Der Unterschied ist sehr diffizil, aber eine leichte „Körnung“ im Klang war auf alle Fälle zu vernehmen.

 

Sampling-, Slicing- und Editier-Funktionen

Über 10 neue Tools zur Audiobearbeitung (Non-Destructive) versorgen Maschine mit sehr guten Editierfunktionen wie Normalisieren, Reverse, Silence, Fades, Cut, Copy, Paste usw. Eben alles was ein Waveditor so mitbringt.

Die Slicing Modes wie Split unterteilen Wavefiles automatisch in Einzel-Loops um sie dann auf einzelne Pads zu legen. Ideal zum Samplen von fertigen Musikstücken für einen Remix oder auseinandernehmen von längeren Samples.

Neu sind auch die 16 Velocity Modes. Damit kann man sich 16 Velocity Stufen auf alle großen Pads vom Controller legen um z.B. Flames oder Rolls mit ansteigender Lautstärke einzuspielen.

Natürlich gibt es auch Einstellungen für z.B. flexibles Swing einer Group, um aufgelockerte, leicht variierende Grooves zu bekommen.