Der Sound und die Bearbeitungsmöglichkeiten von Absynth sind schlichtweg der Hammer. Die Modulations- und Hüllkurvenmöglichkeiten sind enorm vielfältig und lassen keine Wünsche offen. Beim Duchhören der Presets und ein bisschen Spielen an den Macrocontrollern stellt man schnell fest, dass Absynth ein einmaliger Synthesizer ist, der vollkommen zurecht seit Jahren auch selbst für Hollywood-Filmproduktionen eingesetzt wird. Eine absolut klasse neue Funktion in Absynth 5 ist der Mutator, der es nun auch Synthesizerprogrammierungslaien auf sehr einfach Art ermöglicht ihre Klänge in die gewünschte Richtung zu formen. Dies funktionierte bei meinen versuchen durchaus gut und brachte oft brauchbare Ergebnisse. Das Konzept des Browsens über Klangattribute möchte man sehr schnell nicht mehr missen und ist insbesondere bei der Vielfalt von Absynth eine grosse Hilfe. Auch die Macrocontroller, die in immer mehr Synthesizern Einzug halten, sind ein sehr nützliches Feature da man schnell und unkompliziert auf die wichtigsten Klangparameter für jedes einzelne Patch Zugriff hat. Die 68-stufigen Hüllkurven machen durch ihre Fähigkeit auch rythmische Sequenzen zu fabrizieren aus Absynth einen Klangerzeuger, der durchaus fähig ist im Alleingang ganze Songs zu erstellen, wenn man mehrere Instanzen nutzt. Für flächige Sounds, Atmos, Soundscapes, Soundeffekte und alles was ungewöhnlich klingen soll ist Absynth perfekt geeignet. Er ist jedoch lange nicht auf diese Klänge begrenzt, sondern beherrscht all die „normalen“-Standard-Synthesizer Funktionen und deren entsprechende Sounds mit Links. Erfreulich ist auch, dass sich der Leistungshunger von Absynth 5 insgesamt durchaus in Grenzen hält. Die fünf offenen Instanzen, die ich für das erste Soundbeispiel verwendet hatte, zogen auf meinen Quadcore mit 2,4 Ghz pro Kern gerade mal um die 10 %. Das finde ich absolut akzeptabel wenn nicht gar sparsam.

PLUS

– einmaliger Sound, 1800 Patches schon integriert

– Browser der über Attribute – Suchfunktion arbeitet

– Absoluter Spezialist für Flächen, Soundscapes, Soundeffekte und Ungewöhnliches

– Auch als originelles Effektgerät nutzbar

– Mutator in Praxis gut anwendbar, 1-Klick-Erstellen neuer meist durchaus brauchbarer Sounds damit möglich

– Rythmische sowie auch sehr organische und lebendige, lange Klangeverläufe möglich durch die 68-stufigen, sehr variabel programmierbaren Hüllkurven

– Trotz bombastischem Sound kein übermässiger CPU-Hunger

MINUS

– Um eigene Patches von Grund auf selbst zu programmieren ist einiges an Einarbeitungszeit nötig

PREIS: 179,- Euro, Updates ab 69,- Euro

System

PC Windows® XP (SP2, 32bit) / Vista® (32/64 Bit), Windows 7® (32/64 Bit), Pentium® or Athlon XP 1.4 GHz, 1 GB RAM

Mac OS® X 10.5 oder höher, Intel® Core™ Duo 1.66 GHz, 1 GB RAM 1 GB freier Festplattenspeicher

Link: Native Instruments

BATTERY 3