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Review: AAS - Strum Acoustic PDF Drucken E-Mail
Plug-in Reviews
Geschrieben von: Th.Wilken / PI-Redaktion
Dienstag, 15. Juni 2010 um 10:18 Uhr

Zu den ambitionierten Aufgaben im Homerecording zählt sicherlich die authentische Integration eines virtuellen Rythmusgitarristen. Samplebasierte Lösungen können häufig klanglich nicht zu überzeugen. Ausnahmen bilden da sicherlich Lösungen wie z. B. der Virtual Guitarists von Steinberg oder auch die Produkte Real Guitars aus dem Hause Musiclab.

Eine gänzlich anderen Ansatz nämlich der des sog. Psysical Modelling bietet nun AAS mit dem Produkten Strum Acoustic und Strum Electric GS 1.; letzteren wollen wir hier nun näher beleuchten.

Installation

Die Installation läuft erfreulich einfach mittels Challenge and Response. Da hier keine Samples geladen werden müssen, häufig im Gigabyte-Bereich, werden nur lediglich ca. 7 MB Festplattenplatz benötigt.

 

Strum Electric.jpg

 

Das Plugin kommt schön aufgeräumt daher und gliedert sich in drei Bereiche. Wer gerne Preset orientiert arbeit, wird mit den drei Bereichen die meisten Aufgaben problemlos bewältigen, wer lieber tiefgehend am Sound schrauben möchte, kann auch wesentlich tiefer ins Modul navigieren. Hauptarbeitsfeld wird sicherlich der untere Bereich sein, hier erkennt das Modul die auf dem Keyboard gespielten Akkorde. Diese werden auf einem Griffbrett auch angezeigt. Im mittleren Teil besteht nun die Möglichkeit, die Presets persönlich anzupassen (z. B. Pickup- und oder Fingerposition, Anpassung des Klang im Mix oder welche Pickups (Neck und/oder Brigdepickup simuliert werden soll.

Im oberen Bereich befindet sich die Amp und Effektabteilung. Hier findet sich ein virtueller Amp mit Equalizer, Hall, Speakersimulation (offen oder geschlossen) und ein Effektteil (Chorus, Flanger Digit. und Tapedelay, Phaser, Wah-Wah, und Tremelo). Leider steht hier jeweils nur ein Effekt zur Verfügung.

Insgesamt ist die Amp- und Effektabteilung eine nette Dreingabe, kann aber mit spezieller Software wie z.B. Guitar Rig o.ä. nicht mithalten.

Eine spezielle Lösung im Insertschacht bringt aber eine deutliche Verbesserung der verschiedenen Presets.

Handhabung

Die Handhabung ist zunächst einfach; mit der linken Hand werden auf dem Keyboard Akkorde gegriffen und mit der rechten Hand quasi als Anschlagshand werden unterschiedliche Spieltechniken ausgelöst. Der hierfür zuständige Bereich liegt B4 –C5 Es bedarf aber schon der gründlichen Einarbeitung um das gesamte Repertoire an verschiedenen gitarrentypischen Spieltechniken(Bends, Slides oder Vibratos) flüssig darzustellen.

Handbuch

Die Software wird mit einem leider nur in English verfassten PDF-Handbuch ausgeliefert, das aber mit 90 Seiten umfassend und hilfreich Auskunft gibt.

Midi-Looper

Der Midi-Looper kommt mit einer umfangreichen Bibliothek an verschiedenen Midi-Loops unterschiedlicher Stylitisken( Pop, Jazz, Country,Funk, Blues, Metall) daher. Eine gute Gelegenheit dabei auch gleichzeitig die 128 Presets auszuprobieren.

Sound

Nun aber zu der entscheidenden Frage: Wie klingt das Ganze? Wie ich finde, gar nicht schlecht. Strum kann keinen echten Gitarristen ersetzen, will es auch gar nicht. Wer für sein Arrangement aber gelegentlich einen Rythmusgitarrist braucht, findet hier einen geduldigen Helfer. Durch ein geschicktes Mischen und den Einsatz von entsprechenden Effekten kommt man zu verwertbaren Gitarrenspuren.

Ganz allein und trocken gespielt hatte ich aber das Gefühl, Strum klänge doch etwas synthetisch. Aber im Vergleich zu reinen Samplelösungen sticht die Rythmusgitarre des Strum aber hervor.

Schön, dass es eine schnell ladbare Demoversion gibt, sodass jeder, der daran Interesse hat, es selber ausprobieren kann.

Soundbeispiele

Ich habe bei den Soundfiles versucht, möglichst verschiedene Klänge vorzustellen.

Akustik trocken

 

Strat Rythm

 

Distorsion flanger

 

Jazz trocken

 

Jazz Tele neck

 

Jazz Strat wah

 

Fazit

Mit ca. 200€ sicherlich keine preiswerte Lösung, liegt aber damit genau in den Preissegment, in der auch vergleichbare Mitbewerber sich positionieren. Also muss jeder genau überlegen, wie viel ihm ein neuer Bandkollege wert ist.


Wir danken der Fa. AAS für die zur Verfügung gestellte Testversion.


 

PC XP 32-bit/64-bit oder Vista 32-bit/64-bit Intel Pentium III 1 GHz oder gleichwertiger Prozessor 512 MB RAM

Mac OS X 10.3.9 oder höher PowerPC G5 oder Intel Core Prozessor 512 MB RAM

Treiber-/Pluginsupport

VST und RTAS Plugin-Hosts

ASIO, WDM, DirectSound Audiotreiber

 

Preis(e):

Vollversion € ca. 200


Link: AAS

Produktlink: Strum Electric

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